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TPO-AK

 

Normalwerte
negativ: < 35 U/ml (keine erhöhten Antikörper)

positiv: > 35 U/ml (erhöhte Antikörper)

 

Die Normalwerte können je nach Labor größere Abweichungen zeigen. Die Aussagekraft der gemessenen Antikörper muss in Beziehung zu den jeweiligen Normalwerten des einzelnen Labors gesetzt werden.

 

Bei gesunden Menschen liegen die TPO-Antikörper unterhalb von 35 U/ml, sind also negativ. Deutlich positive TPO-Antikörper sind ein Hinweis für eine Autoimmunthyreoiditis.

TPO Antikörper sind identisch mit den früheren MAK Antikörpern. Sie sind bei an Morbus Basedow Erkrankten im akuten Stadium in 50-70 % der Fälle nachweisbar.

Für den Verlauf der autoimmunen Schilddrüsenerkrankung hat die Höhe der TPO Antikörper im Blut keine gesicherte Bedeutung. Die Höhe der TPO Antikörper lässt zur Zeit keine Aussage über den Schweregrad der Erkrankung zu. TPO-Antikörper sind ebenso wie TRAK bei Schwangeren über den Mutterkuchen auf das Kind übertragbar. Sie sind für das Baby nicht schädlich.

 

Medizinischer Hintergrund

 

TPO Antikörper sind Antikörper gegen ein bestimmtes Enzym der Schilddrüse. Enzyme sind für die Beschleunigung chemischer Umbauprozesse oder Abbauprozesse zuständig. Das betreffende Enzym ist die Schilddrüsenperoxidase. Die Schilddrüsenperoxidase sitzt auf der innere Zellmembran der Schilddrüsenzellen und hilft bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen.

In einigen Fällen können auch beim Gesunden TPO Antikörper in geringen Konzentrationen nachgewiesen werden. Große Bedeutung haben die TPO-Antikörper bei der autoimmunen Schilddrüsenentzündung, der Hashimoto Thyreoiditis. 80-90% der an der Hashimoto-Thyreoiditis Erkrankten haben erhöhte TPO-Spiegel.

Leicht erhöhte TPO Antikörper allein beweisen nicht das Vorliegen einer Immunkrankheit. Auch bei anderen Schilddrüsenkrankheiten können leicht erhöhte TPO Spiegel vorliegen.  


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